Am 28. September 2026 fand die Generalversammlung der Scandria-Allianz, einer Kooperationsplattform von Regionen im Verkehrs- und Entwicklungskorridor zwischen Skandinavien und der Adria im Ausschuss der Regionen in Brüssel statt.
Auf der internen Sitzung der Vollmitglieder wurden die Regionen Akershus und Vestfold aus Norwegen als neue Mitglieder aufgenommen. In dem anschließenden fachöffentlichen Seminar „Connecting People. Connecting Regions. Connecting Europe: Wider benefits of cross-border transport infrastructure“ beleuchteten Experten aus Finnland, Dänemark, Österreich, Italien und Deutschland Einblicke, die über die klassische Kosten-Nutzen-Analyse hinausgehenden Wirkungen großer Verkehrsinfrastrukturen auf die Regionalentwicklung in Europa. Von den Experten wurde darauf hingewiesen, dass durch neue Infrastrukturvorhaben enorme Impulse für Handel, Arbeitsmarkt oder Wissensökonomien ausgehen können. Aufgrund der geopolitischen Situation kommt in der Zukunft einer leistungsfähigen, resilienten militärischen Mobilität eine immer größere Bedeutung zu. Das Beispiel der Öresund-Verbindung habe gezeigt, dass neue Verkehrsinfrastrukturen wirtschaftliche Wachstumsimpulse generieren können, die dem Beitritt in einen einheitlichen Wirtschaftsraum vergleichbar sind. Entsprechend signifikante Wirkungen dürfen auch von derzeit in der Umsetzung befindlichen Projekten, wie dem Brennerbasistunnel oder der Fehmarnbeltquerung erwartet werden. Eine gründliche Analyse der Wirkung von Infrastrukturen auf Wirtschaft, Regionalentwicklung, Sicherheit und Umwelt jenseits der klassischen Kosten-Nutzenbewertung sind unabdingbare Voraussetzung für die Beurteilung und Umsetzung solcher Großvorhaben.
Die Scandria-Allianz war als Aussteller auf den diesjährigen „Connecting Europe Days“, der mit 4.500 Teilnehmenden größten Fachveranstaltung zum Thema europäische Verkehrspolitik, vertreten. Dort wurden Projekte und Initiativen der Mitgliedsregionen vorgestellt und die Gelegenheit zum Fachaustausch genutzt. Die Niederlassung Potsdam von INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner berät das bei der gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg angesiedelte Sekretariat der Scandria-Allianz. Unser Mitarbeiter, Sven Friedrich, durfte die Podiumsdiskussion des fachöffentlichen Seminars „Menschen verbinden. Regionen verbinden. Europa verbinden: Weiterreichende Wirkungen grenzüberschreitender Verkehrsinfrastruktur“ mit dem Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Robert Crumbach, der Leiterin Kommunikation der BBT SE, Julia Gruber und dem Infrastruktur-Bevollmächtigten der Metropole Mailand und Präsident des Netzwerkes Europäischer Metropolen, Marco Griguolo moderieren.
