In den Klimaanpassungsprojekten von INFRASTRUKTUR & UMWELT (IU) bildet die Beteiligung von Fachakteuren und Öffentlichkeit stets „das Rückgrat“ einer Konzepterstellung. Es kommt besonders darauf an, verschiedenste Akteure frühzeitig mit ins Boot zu holen, zu vernetzen und diese zu motivieren, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. In diesem Sinne startete die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts für die Stadt Neckargemünd mit zwei Veranstaltungen.

Wie ist Neckargemünd von den Folgen des Klimawandels betroffen, und welche Ideen könnten entwickelt werden, um die Stadt an diese anzupassen? Diese beide Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die IU gemeinsam mit der Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Neckargemünd organisiert hat.

Am 30. September kamen rund 40 interessierte Bürger und Bürgerinnen, darunter Stadträte, Ortsvorsteher und engagierte Einwohner zur öffentlichen Auftaktveranstaltung. Die zahlreichen Beiträge füllten drei Stellwände zu den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, sowie Bauen und Infrastruktur. Abschließend markierten die Teilnehmenden die für sie wichtigsten Ideen mit Punkten. Darüber berichtete auch die lokale Presse in mehreren Artikeln.

Die gesammelten Hinweise flossen zwei Wochen danach direkt in den ersten Workshop mit der Stadtverwaltung und mit Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen des Katastrophenschutzes ein, wo sie diskutiert und ergänzt wurden.

Die aufgezeigten Risiken und Betroffenheiten bilden nun den ersten Schritt in der Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts. Ziel des Konzepts ist es, vulnerable Gruppen zu schützen, Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum zu vermeiden und die Lebensqualität in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen zu verbessern. IU erarbeitet das Konzept gemeinsam mit der Klimaanpassungsmanagerin der Stadt bis Ende 2026, verschiedene weitere Beteiligungsformate sind für das kommende Jahr vorgesehen.